Porträt
Der Hüter des „S“: Marc Spautz über Friedens „kaltes Herz“ und die soziale Seite der CSV
Wie kaum ein anderer Politiker steht Fraktionspräsident Marc Spautz für das soziale Gewissen der Regierungspartei CSV. Auch deshalb spart er oft nicht mit Kritik. Ein Gespräch darüber, was die Politik in der Causa Caritas versäumt hat – und welche Herzensprojekte der 61-Jährige noch umsetzen möchte.
Wünscht sich mehr Solidarität und Zusammenhalt: CSV-Fraktionspräsident Marc Spautz Foto: Editpress/Julien Garroy
Das „S“ in CSV hatte kein einfaches Jahr. Das Bettelverbot in Luxemburg-Stadt, der Zerfall der Caritas und aufgebrachte Gewerkschaften im Streit um Kollektivverträge. Die Regierung von Luc Frieden (CSV) ist bald ein Jahr im Amt und das soziale „S“ im Parteinamen der „Chrëschtlech-Sozial Vollekspartei“ sieht ein bisschen kränklich aus. Opposition, Medien und verschiedene Akteure der Zivilgesellschaft haben dem Premier und seinen Ministern in den vergangenen Monaten immer wieder ein „kaltes Herz“ attestiert.