Bittere Pille
Das schlechteste Resultat seit 1989: Luxemburg erteilt „déi gréng“ eine klare Absage
„déi gréng“ sind die großen Verlierer der Chamberwahlen. Die Stimmung war am Wahlabend gedrückt, die Enttäuschung bei den Kandidaten offensichtlich. Den Grund für das schlechte Resultat wollte oder konnte fast niemand nennen.
Spitzenkandidatin Sam Tanson war vom Wahlresultat zutiefst enttäuscht Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Das letzte Mal, dass „déi gréng“ so schlecht bei einer Chamberwahl abgeschnitten hatten, war laut grünem Vizepremier François Bausch 1989 – damals hatten sie ebenfalls vier Sitze inne. Das Wort „bitter“ hörte man häufig während der Wahlveranstaltung am Sonntagabend. Egal, ob Minister, Kandidaten oder Parteimitglieder: Die Enttäuschung saß bei allen Anwesenden tief. „déi gréng“ haben 6,57 Prozent weniger Stimmen erhalten als 2018. Sie haben fünf Sitze verloren, stellen jetzt nur noch vier Abgeordnete und erreichen damit keine Fraktionsstärke mehr. Eine Regierungsbeteiligung ist fast unmöglich.