Interview mit Iran-Expertin

„Das Regime kämpft gerade um seine Existenz“

Trotz Shutdown dringen Nachrichten aus dem Iran zu Gilda Sahebi in Berlin durch. Die Journalistin hat ein Buch geschrieben über den feministischen Aufstand nach dem Tod von Jina Mahsa Amini. Ein Gespräch über die aktuelle Lage im Land, den Zustand des Regimes – und die Bedeutung von Schah-Sohn Reza Pahlavi.

Demonstration in Berlin mit Hunderten Menschen, die den Tod von Revolutionsführer Ali Khamenei feiern

Am vergangenen Sonntag feierten auch in Berlin Hunderte Menschen den Tod von Revolutionsführer Ali Khamenei Foto: Christophe Gateau/dpa

Tageblatt: An Informationen aus dem Iran zu kommen, ist bekanntlich schwierig. Haben Sie gerade Kontakt zu Menschen vor Ort?

Gilda Sahebi: Ja, vereinzelt. Das Internet wurde wieder abgestellt am Samstagmorgen, direkt nach dem Angriff. Der Shutdown ist aber nicht so wie im Januar. Da ging mehr als zwei Wochen lang gar nichts durch. Jetzt ist es so, dass vereinzelt Nachrichten durchkommen und man auch miteinander schreiben kann. Das ergibt natürlich noch kein vollständiges Bild davon, was gerade los ist, aber schon mehr als nichts.

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