Nach Messerangriff
Claude Meisch kündigt Aktionsplan gegen Gewalt an Schulen an
Der Bildungsminister sieht ein flächendeckendes Problem, verspricht weitere Ressourcen und bekräftigt die Haltung der Regierung zu einem Social-Media-Verbot – im Zweifel auch auf nationaler Ebene.
Sieht zu viel Bildschirmzeit bei kleinen Kindern als eine der Ursachen für spätere Probleme bei Jugendlichen: Bildungsminister Claude Meisch (DP) Foto: Editpress/Julien Garroy
„Gewalt hat viele Gesichter“, sagt Francine Closener. Manchmal zeige sie sich als intime Fotos, die ohne das Wissen der Person verschickt würden. Manchmal als Schläge in den Bauch, manchmal als Beleidigungen oder Erpressungen. Eins ist für die LSAP-Abgeordnete dabei jedoch klar: „Gewalt ist ein omnipräsentes Problem, ein strukturelles Problem.“
In der Sitzung der Chamber am Dienstagnachmittag beschäftigen sich gleich zwei Interpellationen mit dem Thema Gewalt in Schulen. „Es geht mir nicht darum, Panik zu schüren oder irgendjemanden zu beschuldigen“, sagt die erste Rednerin Closener. Aber die Gewalt in Luxemburgs Schulen sei ein Problem, vor dem man nicht länger die Augen verschließen könne. Die Debatte in der Chamber steht im Schatten einer Messerattacke, die das Land und die Abgeordneten schockiert hat. Ende Februar hatte ein 14-jähriges Mädchen im Umfeld des „Lycée technique du Centre“ (LTC) seine ebenfalls minderjährige Mitschülerin mit einem Messer angegriffen und verletzt.