„Projekt Alpha“

Chamber beschließt Alphabetisierung auf Französisch als zusätzliche Möglichkeit in der Grundschule

Mit breiter Mehrheit stimmten die Abgeordneten am Mittwoch für die Gesetzesreform von Bildungsminister Claude Meisch (DP). Das Parlament ist sich (fast) einig: Die Alphabetisierung auf Französisch wird die Chancengleichheit im Bildungssystem verbessern.

Litt während seiner Schulzeit auch unter der„Zwangsalphabetisierung auf Deutsch“: der Linken-Abgeordnete David Wagner

Litt während seiner Schulzeit auch unter der„Zwangsalphabetisierung auf Deutsch“: der Linken-Abgeordnete David Wagner Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Kinder, die in Klassen lernen müssen, in denen nicht ihre Muttersprache gesprochen wird, haben ihre gesamte Schulkarriere hinweg mit Nachteilen zu kämpfen. Auch etliche Mitglieder der Chamber berichten in ihren Reden zur geplanten Alphabetisierung auf Französisch von ihren Erlebnissen. Barbara Agostino (DP) eröffnet als Berichterstatterin des Bildungsausschusses die Debatte. Sie schildert, wie sie als Kind aus einer italienischen Familie in der Schule außen vor war, weil sie die Sprache nicht beherrschte. „Für mich war Sprache nicht nur ein Instrument, sondern eine Mauer“, sagt die Abgeordnete. Für sie sei die Reform eine Abrechnung mit einer Ungerechtigkeit, die sie selbst als Kind gespürt habe. Laut Agostino macht das Gesetz einen großen Schritt zur Verbesserung der Chancengleichheit im Bildungssystem.

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