Veruntreuung von 60 Millionen

Caritas-Affäre: Polizei nimmt verdächtige Person fest

Eine hohe Caritas-Mitarbeiterin soll rund 60 Millionen Euro veruntreut haben

Eine hohe Caritas-Mitarbeiterin soll rund 60 Millionen Euro veruntreut haben Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Polizei hat in der Caritas-Affäre eine verdächtige Person festgenommen. Das teilte die Luxemburger Staatsanwaltschaft am Montag mit. Die Person habe sich den Ermittlern gestellt. Sie sei „auf Anordnung des Untersuchungsrichters festgenommen und nach ihrer Anklageerhebung unter richterliche Aufsicht gestellt“ worden. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.

Rund 60 Millionen Euro wurden bei der Caritas binnen weniger Monate abgezweigt – insbesondere während des Urlaubs des Caritas-Generaldirektors Marc Crochet. Crochet sagte, er habe Anfang Juli von dem Problem erfahren, verriet er in einem 100,7-Interview vom Montag. Während einer Pilgerreise von Luxemburg nach Santiago de Compostela sei er von Mitarbeitern darüber informiert worden, dass es Probleme beim Zahlen von Gehältern gebe. Eine Mitarbeiterin habe sich laut ihm Zugang zu den Banken verschafft, sagte er wiederum in einem RTL-Interview am Montag. Sie habe sich Kreditlinien im Namen der Caritas beschafft, die die Organisation nie gebraucht habe, und diese in die eigene Tasche gesteckt.

Hier können Sie die Hintergründe nachlesen:

Caritas-Generaldirektor äußert sich zu den gestohlenen Millionen
Existenzkrise bei Luxemburgs Caritas: Rund 60 Millionen Euro gestohlen

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Irregulärer Markt in Europa

Fast jede zweite E-Zigarette in Luxemburg stammt vom Schwarzmarkt