„Talent Desk“ in der Kritik
CSL zieht sich aus dem Hohen Ausschuss für Talente zurück
Die Arbeitnehmerkammer bemängelt einen Interessenkonflikt und mangelnde Einbindung bei wichtigen Entscheidungen zur Fachkräfteförderung in Luxemburg und zieht sich deshalb aus dem „Haut comité pour l’attraction, la rétention et le développement des talents“ zurück.
Die CSL sieht einen Interessenkonflikt beim „Talent Desk“ Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Die Arbeitnehmerkammer (CSL) zieht sich aus dem „Haut comité pour l’attraction, la rétention et le développement des talents“ zurück. Sie teile zwar weiterhin das Ziel, Luxemburgs Attraktivität zu stärken, allerdings sei sie der Ansicht, dass angesichts bestimmter Weichenstellungen „eine ausgewogene institutionelle Abstimmung nicht mehr gewährleistet“ ist. Das schrieb die Arbeitnehmerkammer in einer Pressemitteilung am Freitagnachmittag. Sie kritisiert etwa die Einrichtung des „Talent Desk“ im „House of Entrepreneurship“ unter der Leitung der Handelskammer aufgrund eines möglichen Interessenkonflikts. Sie sieht eine Anlaufstelle für Arbeitnehmer (überwiegend aus dem privaten Sektor) – unter anderem für Fragen zum Arbeitsrecht und zur Sozialversicherung – unter der Leitung von Arbeitgeberverbänden kritisch. Die CSL bemängelt zudem, dass sie nicht in den Entscheidungsprozess eingebunden worden sei.
Darüber hinaus glaubt die Arbeitnehmerkammer, dass das „Haut comité“ steuerlichen Anreizen auf Kosten anderer Faktoren zu viel Gewicht beimisst.