Staatsbeamtengewerkschaft
CGFP-Präsident Romain Wolff: „Jetzt ist nicht der Moment, um neue Steuern einzuführen“
Die Regierung muss das Kapital stärker besteuern. Das fordert der Präsident der Staatsbeamtengewerkschaft CGFP Romain Wolff am Montagmorgen im RTL-Interview. Auf keinen Fall dürfte man nun die arbeitende Bevölkerung mit neuen Steuern belasten, sonst riskiere man die Wiederbelebung der Wirtschaft.
CGFP-Präsident Romain Wolff Foto: Editpress/Julien Garroy
Mehr Steuergerechtigkeit ist nötig in Luxemburg. Das fordert auch der Präsident der Staatsbeamtengewerkschaft Romain Wolff am Montagmorgen im RTL-Interview. Das Kapital werde gegenüber der Arbeit nicht genug besteuert. Die Lösung sei „ganz einfach“. Die „Fonds d’investissement spécialisés“, die sogenannten FIS, würden nur mit 0,01 Prozent besteuert, während die arbeitenden Bürger teilweise mehr als 45 Prozent Steuern abtreten müssen. Das dürfe nicht so weitergehen, man sei mittlerweile in einer anderen Zeit angekommen. Und besonders wenn die Steuerzahler irgendwann für die Krisenausgaben während der Pandemie geradestehen müssen, muss schon vorher eine größere Steuergerechtigkeit bestehen. Auf diesen Vorschlag habe es bisher aber keine Rückmeldung von der Regierung gegeben. Es scheint als würde sich etwas tun, aber wieso erst jetzt, fragt sich Wolff. Immerhin würde man dies schon seit 2013 fordern.