Mülldeponie

Braune Flüssigkeit tritt bei Sanem aus – Problem schon seit 2017 bekannt

Beamte der Umweltverwaltung stellten am 20. Januar 2020 fest, dass aus einer Mülldeponie auf dem Gebiet der Gemeinde Sanem eine Flüssigkeit austritt. Zurzeit wird die Deponie nicht überwacht. Über das weitere Vorgehen soll beraten werden, wenn genaue Analysen der Flüssigkeit vorliegen.

Die Mülldeponie liegt unweit der Kronospan auf dem Gebiet der Gemeinde Sanem. Das Gelände soll ArcelorMittal gehören.

Die Mülldeponie liegt unweit der Kronospan auf dem Gebiet der Gemeinde Sanem. Das Gelände soll ArcelorMittal gehören. Karte: Geoportail.lu

Eine bräunliche Flüssigkeit mit weißen Sedimenten tritt aus der Deponie „Wawerbësch“ in Sanem aus. Einer ersten visuellen Einschätzung zufolge soll die Flüssigkeit basischer Natur (pH-Wert über 12) und salzhaltig sein sowie eine hohe Konzentration an Arsen und Eisen aufweisen. Das schreibt das Umweltministerium in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage. „Solche Abfälle sind symptomatisch für Abfalldeponien, die in Verbindung mit der Eisenindustrie stehen“, erklärt das Umweltministerium. Für genaue Ergebnisse müsse jedoch die Laboranalyse abgewartet werden, erst dann könne entschieden werden, was mit der Deponie passieren soll. Gemeindeverantwortliche aus Sanem und Differdingen hatten laut Reporter.lu schon 2017 einen Antrag an das Umweltministerium geschickt. Ihr Anliegen damals: Die Deponie müsse dringend saniert werden. 

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