„Lockdown light“
„Besser auf Besuch verzichten“ – Zusammenfassung der geplanten Corona-Maßnahmen
Voraussichtlich ab Donnerstag darf jeder Haushalt nur noch zwei Personen eines anderen Haushalts zu sich nach Hause einladen, Restaurants und Gaststätten müssen wieder schließen. Andere Wirtschaftsbereiche wie der Einzelhandel bleiben in der Adventszeit geöffnet. Auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen die Maßnahmen in dem neuen Gesetz aber nicht. Bis 15. Dezember sollen die Regeln in Kraft bleiben, in der Hoffnung, dass die Infektionszahlen wieder signifikant sinken. Ansonsten droht ein kompletter Lockdown.
Zusätzlich zur weiteren Beschneidung individueller Freiheiten appellieren Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) und Premierminister Xavier Bettel (DP) an die Eigenverantwortung ihrer Bürger, damit ein kompletter Lockdown an Weihnachten verhindert werden kann Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Nach wochenlangem Zögern hat die Regierung nun kurz vor dem Beginn der Adventszeit beschlossen, Luxemburg in einen partiellen Lockdown zu schicken. Am Mittwoch soll das Parlament die neuen Maßnahmen verabschieden, am Donnerstag sollen sie in Kraft treten. Restaurants, Cafés und Casinos werden geschlossen. Filmvorführungen, Konzerte und Theaterveranstaltungen sowie Messen und Salons werden untersagt. Ausnahmen gelten für Bibliotheken, Museen und Kunstgalerien. Mannschafts- und Hallensportarten sind nicht mehr erlaubt, ausgenommen sind Profi- und Elitesportler. Auch Fitnessstudios und Schwimmbäder müssen schließen. Nicht zuletzt werden die Kontaktbeschränkungen im Privaten wieder verschärft: Maximal zwei Personen soll ein Haushalt nur noch ohne Maske empfangen dürfen, vorausgesetzt diese stammen ebenfalls aus einem gemeinsamen Haushalt. Wenn sich mehr als vier Menschen treffen, müssen sie eine Schutzmaske tragen. Bis zum 15. Dezember sollen die neuen Maßnahmen vorerst gültig sein. Auch wird die Ende Oktober eingeführte nächtliche Ausgangssperre verlängert. Die dafür notwendigen gesetzlichen Abänderungsanträge der Regierung hatte Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) am 17. November im Parlament hinterlegt.