Bratwürste und Panzerfäuste

Auf der Suche nach der militarisierten Gesellschaft beim Tag der offenen Tür der Luxemburger Armee

Die Verteidigungsausgaben wachsen so schnell wie nie, die NATO setzt noch einen drauf. Luxemburg muss viel Geld in seine Armee stecken – und die Leute murren nicht. Militarisiert sich hier eine Gesellschaft? Auf Spurensuche beim Tag der offenen Tür der Armee.

Material besichtigen: Verteidigungsministerin Yuriko Backes, rechts hinter ihr General Steve Thull  

Material besichtigen: Verteidigungsministerin Yuriko Backes, rechts hinter ihr General Steve Thull   Foto: Editpress/Julien Garroy

Zwei Kinderhände reichen nicht aus, um die HK416 vom Tisch zu heben. „Dat ass schwéier!“, sagt der kleine Junge mit der Baseballkappe. Er schaut fragend zu seiner Mutter hoch. Heckler & Koch, deutsche Waffenschmiede. Ein Sturmgewehr. 850 Schuss pro Minute. Standardwaffe der französischen Armee, ab 2026 auch der deutschen Bundeswehr. Die Mutter packt mit an. Gemeinsam wuchten sie das Gewehr hoch. Eine kleine Hand reicht kaum bis zum Abzug, die andere greift das Magazin statt des dafür vorgesehenen Griffes.

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