Migration
Asylbewerber zwischen Hoffen und Bangen
Sie sind schon seit Jahren in Luxemburg, arbeiten, absolvieren eine Ausbildung oder gehen zur Schule. Doch ihre Asylanträge wurden abgelehnt. Der Venezolaner Rafael ist der Erste aus einer Reihe von Migranten, die das Tageblatt vorstellt, und die sich in einem Zustand zwischen Hoffen und Bangen befinden.
Rafael Gonzalez an seinem Arbeitsplatz. Der Venezolaner macht eine Ausbildung in einem Malerbetrieb Foto: Editpress/Julien Garroy
„Ich will nur ein ruhiges Leben.“ Diese Worte von Geflüchteten habe ich schon oft gehört. „Vor allem möchte ich Sicherheit für mich und meine Familie“, fährt Rafael Gonzalez fort. Wir haben uns für den Feierabend verabredet und treffen uns im hauptstädtischen Bahnhofsviertel. Der Weg von der Arbeit nach Hause ist für Rafael unterschiedlich weit, je nachdem, wo er gerade eingesetzt wird. Der 36-jährige Venezolaner arbeitet als Malerlehrling auf den Baustellen, wo ihn sein Ausbildungsbetrieb gerade einsetzt. Diesmal ist es Mersch. Rafael ist im dritten Lehrjahr. Im Sommer will er seine Ausbildung abschließen. Es sind kleine Schritte in eine neue Zukunft, die hier in Luxemburg sein soll. Kleine Träume.