Luxemburg

Allgemeiner Zugang zu Verhütungsmitteln tritt am 1. April in Kraft

Die Kosten für alle Verhütungsmittel werden ab dem 1. April in Luxemburg rückerstattet – mit einer Ausnahme.

Es wird kein ärztliches Attest mehr nötig sein, um die Kosten für die sogenannte „Pille danach“ in Apotheken erstattet zu bekommen

Es wird kein ärztliches Attest mehr nötig sein, um die Kosten für die sogenannte „Pille danach“ in Apotheken erstattet zu bekommen Foto: AFP/Jim Watson

Die Umsetzung des universellen Zugangs zu Verhütungsmitteln steht in Luxemburg kurz bevor. Die dafür nötigen Rechtsinstrumente werden am 1. April in Kraft treten, teilen das Gesundheitsministerium und das Ministerium für soziale Sicherheit in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Donnerstag mit. Ab diesem Zeitpunkt wird die Kostenübernahme von sicheren und zuverlässigen Verhütungsmitteln auf ärztliche Verordnung möglich sind, und zwar ohne Altersbegrenzung und ohne Unterscheidung nach Art oder Methode der Empfängnisverhütung.

Folgende Verhütungsmittel werden künftig von der Krankenkasse übernommen: Antibabypille, Verhütungspflaster, Verhütungsring, Minipille, Verhütungsspritze, Pille danach, Verhütungsimplantat, Spirale, Sterilisation und Vasektomie. Außerdem sei nach Inkrafttreten der großherzoglichen Verordnung kein ärztliches Rezept mehr erforderlich, um die Kosten für die sogenannte „Pille danach“ in Apotheken erstattet zu bekommen.

Das herkömmliche Kondom für Männer wird hingegen nicht vergütet. Das Gesundheitsministerium stelle allerdings mit seinem Partner „HIV-Berodung“ des Roten Kreuzes Kondome zur Selbstbedienung an verschiedenen Orten kostenlos zur Verfügung: In den verschiedenen Räumlichkeiten von „HIV-Berodung“, im „Centre d’information gay et lesbienne“ (Cigale), im Rahmen von „DIMPS“ (mobiler Dienst), „Xchange“/„MOPUD“ (mobile Prävention für Drogenkonsumenten), in den Zentren für Familienplanung, im CHL und in zahlreichen Vereinen, die im Bereich der affektiven und sexuellen Gesundheit tätig sind.

Darüber hinaus würde es noch Kondomautomaten an Luxemburgs Schulen geben. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, um diese Verhütungsmittel kostenlos zur Verfügung zu stellen.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

KI-Forscher im Interview

„ChatGPT verführt uns zu unkritischem Denken“

Freihandel

EU und Mercosur zwischen Angst und Hoffnung