Kommentar
Wo Rechtsextremismus längst Mainstream ist: FPÖ feiert Erdrutschsieg bei Österreich-Wahl
Herbert Kickl ist nicht mehr nur der extremste FPÖ-Chef, sondern nach der Wahl am Sonntag auch der erfolgreichste Foto: AFP/Alex Halada
In Österreich hat die rechtsextreme FPÖ erstmals seit 1945 die Nationalratswahlen gewonnen. Wobei gewonnen es nicht richtig trifft. Herbert Kickls Partei erreichte knapp 29 Prozent der Stimmen und damit so viele wie nie zuvor und mehr, als Jörg Haider oder Heinz-Christian Strache je hatten. Es war ein Erdrutschsieg gegen Migration, gegen den Klimawandel, gegen Medien, den öffentlichen Rundfunk, Intellektuelle und die Kulturbranche. Allen hatte die Kreml-nahe und verschwörungsanfällige FPÖ im Falle eines Sieges völlig unverhohlen bereits Schlimmes angedroht.