Editorial
Wieso Lehrer sich nicht für ihr Gehalt schämen müssen
Foto: dpa/Philipp von Ditfurth
Es ist seit Jahren das Reizthema schlechthin in Luxemburg: die Lehrergehälter. Vergangene Woche hatte das nationale Statistikamt Statec mitgeteilt, welche Berufsgruppen wie viel verdienen. Die Arbeitnehmer aus dem Bildungssektor liegen knapp hinter dem Finanzsektor auf Platz zwei mit einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 111.362 Euro. Ein Fakt, der einige immer wieder aufs Neue entrüstet, während andere allein das Erwähnen der Löhne als Lehrer-Bashing bewerten. Der eigentliche Aufreger bei dieser immer wiederkehrenden Diskussion ist dabei nicht die Höhe des Gehalts, sondern die Tatsache, dass Lehrkräfte immer wieder meinen, sich für ihre Entlohnung rechtfertigen zu müssen. Teilweise gewinnt man den Eindruck, einige würden sich gar für ihr Gehalt schämen.