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Welche Präsenz ist besser? – Michael Jäckel zum Verhältnis von KI und Hochschulbildung
Symbolfoto: dpa/Fredrik von Erichsen
Manchmal erinnert die Diskussion um die Frage, was das Studium heute ausmacht, an eine Passage aus „Americana“. In diesem ersten Roman des US-Schriftstellers Don DeLillo aus dem Jahr 1971 fällt bei einem Lagerfeuer-Dialog der Satz: „Er hat gesagt, alle neuen Universitäten würden nur noch aus einem kleinen Raum bestehen […].“ Damals sollte zu Beginn eines jeden Semesters das Lehrpersonal auf Video und die Studentenschaft ebenso aufgezeichnet werden. Beide sollten sich dann schon finden. Heute würde dort wohl „Irgendetwas mit KI“ passieren. Beides natürlich eine Übertreibung, aber nicht fern jeglicher Realitätsnähe. Neugierde gehörte immer schon zur Wissenschaft, das Fragen und das Antworten auch. Aber so bequem – und deshalb verlockend – war es wohl selten.