Cannabis

Tütenkrepierer – Diese Legalisierung ist kein Grund zur Freude

Verbotskultur: Im Umgang mit Cannabis wird dem Bürger weiterhin wenig zugetraut

Verbotskultur: Im Umgang mit Cannabis wird dem Bürger weiterhin wenig zugetraut Foto: Pixabay

Trinken Sie gerne mal ein Glas Wein? Dann stellen Sie sich bitte Folgendes vor: Sie dürfen das ab jetzt nur, wenn Sie die Trauben selbst angebaut und gekeltert haben. Wobei aber nie mehr als nur ein paar Liter hergestellt werden dürfen. Sie dürfen auch niemals etwas davon außerhalb ihrer eigenen vier Wände transportieren und auch mit niemandem gesellig anstoßen. Im Umgang mit dem Wein wären Sie auch ständig potenziellen Kontrollen ausgesetzt und sogar schnell einer Straftat verdächtig – und sogar nach dem Konsum von als alkoholfrei geltendem Wein können Sie noch tagelang als fahruntüchtig gelten und dadurch Führerschein und Versicherungsschutz riskieren. Klingt absurd, oder? Genau das ist aber die Situation, in der sich jetzt Cannabis-Konsumenten befinden. Der Legalisierung, die, immerhin, so gar nicht mehr genannt wird, wäre höchstens etwas abzugewinnen, wenn sie als Basis für zügige weitere Lockerungen dient. In ihrer derzeitigen Form ist sie ein Rohrkrepierer. Sie entmündigt und drangsaliert die Bürger weiterhin, indem sie wissenschaftliche Erkenntnisse und längst gelebte Lebenswirklichkeiten ignoriert – und wird auch Polizei und Gerichte nicht wirklich entlasten.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren