Editorial
„Tsunami der Lobbyarbeit“: Wenn die EU-Klimapolitik stolpert
340 Europaabgeordnete stimmten am Mittwoch in Straßburg gegen die geplante Ausweitung des Emissionshandels – nur 265 waren dafür Foto: AFP
Es muss wohl immer wieder betont werden: Die Zeit der gedrosselten Klima-Gesetze ist vorbei. Die Interessen der weltweiten Großkonzerne, die mit klimaschädlichen Konzepten die Taschen der Großverdiener füllen, dürfen nicht federführend bei der Umsetzung der Umweltpolitik sein. Ihr Einfluss scheint sich aber immer noch auf die europäische Gesetzgebung in Sachen Klimakatastrophe auszuwirken. Denn laut Pascal Canfin, Vorsitzender des Umweltausschusses des EU-Parlaments, befinden sich die Abgeordneten seit Wochen in einem „Tsunami der Lobbyarbeit“.