Analyse von außen
Trumps Hype um den Friedensstifter: Eine Fallstudie der Selbsttäuschung
„Jeder sagt, dass ich den Friedensnobelpreis bekommen sollte“, sagte US-Präsident Donald Trump diese Woche vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen, weil „ich sieben unendliche Kriege in sieben Monaten beendet habe“. Diese Prahlerei war typisch für Trump: extravagant formuliert, unironisch vorgetragen und offenkundig falsch.
Die Stimme einer absoluten Minderheit … Foto: Getty Images via AFP/Alexi J. Rosenfeld
Einer aktuellen Umfrage zufolge sind nur 22% der erwachsenen US-Bürger der Meinung, dass Trump den Nobelpreis verdient – weit entfernt von „allen“ – und 76% der Befragten gaben an, dass er ihn nicht verdient. Vielleicht spiegelt dies die Tatsache wider, dass Trump nicht sieben Kriege beendet hat. Wahrscheinlich hat er nicht einmal einen beendet.