Editorial
Trump fördert den Sudden Death der Demokratie
Donald Trump spricht vor dem Kongress: Abbau und Umbau, demütigen und dealen Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
Hundert Tage dauert in der Regel die Zeit, die einem neuen Präsidenten oder Regierungschef eingeräumt wird, um sich einzuarbeiten. Danach kommt es zu einer ersten Bewertung. Gut sechs Wochen nach der Amtseinführung von Donald Trump ist bereits festzustellen, dass es dieser Gepflogenheit bei ihm nicht mehr bedarf und „dass man es beim Handeln seiner Regierung gar nicht mehr mit dem zu tun hat, was man seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Politik verstanden hat“, stellen die Publizistin Diana Kinnert und der Soziologe und Sozialpsychologe Harald Welzer in ihrem Essay „All hands on deck“ über „Trumps neue Weltordnung“ fest.