Editorial
Träumen erwünscht: Luxemburg kann auf der sportlichen Weltbühne oben mitmischen
Träumen in Rot-Weiß-Blau: Mathieu Kockelmann zeigte in den letzten Wochen immer wieder, dass er ganz oben auf dem Treppchen stehen kann Foto: Editpress/Anouk Flesch
„Wir Luxemburger müssen uns den Gedanken abgewöhnen, dass wir nicht imstande sind, Unglaubliches leisten zu können“, erklärt Tennisspielerin Mandy Minella, als sie mit dem Tageblatt auf ihre gerade zu Ende gegangene Profikarriere zurückblickt. Dabei betont sie, dass ihr großes Ziel immer das Erreichen der Top 100 war, weil ein solches Ranking einem bei den vier Grand-Slam-Turnieren eben einen Platz im Hauptfeld garantiert. Minella stellt sich allerdings die Frage, warum sie damals nur die Top 100 und nicht vielmehr die Top 50 oder sogar die Top 30 ins Auge gefasst hat und meint schließlich, dass Luxemburger Sportler in Sachen Zielsetzung oftmals einfach nicht genug träumen. „Spielerisch war ich mit ihnen auf dem gleichen Niveau, doch es hat mir oft der Glaube an den großen Sieg gefehlt. Man benötigt dafür auch eine gewisse Arroganz“, erklärt sie weiter.