Kommentar
Serbischer Orban: Nach der Wahlfarce sollte Belgrads EU-Beitrittsprozess auf den Prüfstand
Serbiens Aleksandar Vucic vor der Wahl: Die EU kann an einem zweiten russophilen Orbanistan in oder an ihren Grenzen kein Interesse haben Foto: AFP/Elvis Barukcic
Aus dem Ausland angekarrte Importwähler, mit Druck erzwungene oder mit Geld erkaufte Stimmen: Mit demokratischen, fairen und freien Wahlen hatte der jüngste serbische Urnengang – vor allem in Belgrad – erneut wenig zu tun. Überraschend waren weniger die Wahlmanipulationen an sich, sondern die Dreistigkeit, mit der sie ungekannt offen begangen – und von Würdenträgern gar gerechtfertigt wurden.