Editorial

Die SPD ist im Abstiegskampf – und keine Retter in Sicht

Die SPD braucht nach den Niederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dringend neues Personal. Doch diejenigen, die die Sozialdemokratie in die Zukunft führen könnten, setzen auf ihre eigene politische Zukunft. Ein Dilemma.

Ministerpräsidentinnen Manuela Schwesig und Anke Rehlinger unterstützen unwillig den Wahlkampf in Mainz.

Zwei unwillige Retterinnen: die Ministerpräsidentinnen Manuela Schwesig (l.) und Anke Rehlinger (Mitte) bei einem SPD-Event Foto: Andreas Arnold/dpa

Es ist mal wieder ein ganz schlechter Zeitpunkt, ein Sozialdemokrat in Deutschland zu sein. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist die SPD beinahe an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert, in Rheinland-Pfalz hat man nach 35 Jahren die Ministerpräsidentschaft verloren. Die AfD knabbert nicht mehr nur am Wählerpotenzial, sie beißt große Happen aus dem einstigen Kernpublikum der Sozialdemokraten. Beinahe jede Wahl endet für die SPD mit einem neuen historisch schlechten Ergebnis. Und in Berlin will man gleichzeitig das eigene Profil schärfen und zusammen mit der Union dringend erwartete Reformen liefern. Da scheint die berühmte Quadratur des Kreises leichter.

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