Editorial
Roter Teppich für braunes Denken: Über die Verunglimpfung der Sozialpolitik
Fußgänger in La Paz: Mehr Menschen scheinen sich zurzeit von links nach rechts zu bewegen Foto: Juan Karita/AP/dpa
Über das Luxemburger Sozialmodell bestand hierzulande jahrzehntelang weitgehend Konsens. Schließlich baut es auf einem institutionalisierten Dialog zwischen Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften auf. Nicht immer lief die gut geölte Dialogmaschinerie rund, aber in jüngster Zeit ist sie, vor allem seit die Regierung unter Luc Frieden im Amt ist, ins Stottern geraten. Begreift man sie als grundlegenden Bestandteil des demokratischen Institutionengebäudes, dann zeigt sich, dass es im politischen Gebälk kräftig knarrt.