Editorial
Problem gelöst in 2065: Die Regierung, das Bauland und die Wohnungskrise
Bauen, damit nichts brach liegt – und keine Mobilisierungssteuer fällig wird Foto: Editpress/Julien Garroy
„Jeder, der etwas zur Lösung der Logement-Krise beitragen kann, sollte etwas beitragen.“ Mit diesem frommen Wunsch beschließt Wohnungsbauminister Claude Meisch (DP) die gemeinsame Pressekonferenz mit Innenminister Léon Gloden (CSV). Die beiden haben an diesem Donnerstagvormittag das wohl letzte wichtigste Gesetzespaket vor der Sommerpause vorgelegt: die Reform der Grundsteuer und eine neue Mobilisierungssteuer auf brachliegendes Bauland. Lange in der Mache (der Entwurf wurde von der damaligen LSAP-Innenministerin Taina Bofferding eingereicht), jetzt ist es endlich da: ein wichtiges Rädchen in der Maschine, die dereinst die Wohnraumkrise überwinden soll. Allein: Gloden und Meisch ist es gelungen, das nicht gerade ambitionierte Projekt der Vorgängerregierung noch einmal abzuschwächen. Ein Gesetz, das über Jahre so viele Schlupflöcher schafft, dass seine Auswirkungen (wenn überhaupt) erst in der übernächsten Generation spürbar sein könnten.