Editorial

Populisten-Popstars: Wie die Rechtsextremen die Jungwähler erreichten

Populisten-Popstars: Wie die Rechtsextremen die Jungwähler erreichten

Foto: AFP

Über 344.000 Menschen schauten Ende Mai dabei zu, wie Jordan Bardella auf TikTok in einer kurzen Pause von seinem Müsliriegel schwärmte. Gar 4,5 Millionen sahen an gleicher Stelle zwei Tage vor dem Stichdatum des 9. Juni eine letzte inszenierte Video-Aufforderung, wählen zu gehen, um „die Migrationswellen zu stoppen“ – die die „Sicherheit, Identität und Zivilisation“ Frankreichs gefährden. Einblicke in seine Privatsphäre, die sich in regelmäßigen Abständen mit knallhartem Politik-Content abwechselten, sind in den vergangenen Monaten besonders bei einer Altersschicht angekommen: den Neuwählern und denjenigen, die noch zu der sogenannten „Gen-Z“-Generation gehören. 

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