Kolumne

Paris-Roubaix darf nicht sterben: Über die dreimalige Verlegung meines Lieblingsrennens

Seit etwas mehr als einem Jahr hat die Pandemie den Sport fest im Griff. Und mit ihm diejenigen, die über ihn berichten. Eigentlich sollte ich heute in Compiègne bei der Vorstellung der Mannschaften sein, die an Paris-Roubaix teilnehmen. Und am späten Sonntagnachmittag im „Vélodrome André Pétrieux“, der Beton-Radrennbahn im Norden Frankreichs, wo dem Sieger auf dem Podium traditionsgemäß ein Pflasterstein als Trophäe überreicht wird. – „Penses-tu!“

Regelmäßig sorgen die „Amis de Paris-Roubaix“ dafür, dass die Kopfsteinpflaster-Passagen erneuert werden

Regelmäßig sorgen die „Amis de Paris-Roubaix“ dafür, dass die Kopfsteinpflaster-Passagen erneuert werden Foto: Amis de Paris-Roubaix

Der Klassiker Paris-Roubaix, neben Mailand-Sanremo, der „Ronde van Vlaanderen“, Liège-Bastogne-Liège und „Il Lombardia“ eines der fünf Monumente des Radsportkalenders, ist das jüngste Opfer von Covid-19. Abgesagt und verlegt auf den 3. Oktober. Die Sache an sich wäre nur halb so schlimm, wenn die politischen Entscheidungsträger eine klare Linie hätten und den Sport in diesen tristen Zeiten nicht nach Gutdünken mal erlauben, mal verbieten würden.

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