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Nach dem Verbot der Fördermaßnahmen in den USA: Mehr Fairness durch eine Lotterie
Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die Fördermaßnahmen für rassisch Benachteiligte bei der Zulassung zu Hochschulen ausdrücklich verbietet, hat die Debatte über Privilegien und soziale Mobilität in den USA intensiviert. Eliteuniversitäten stehen bei diesen Themen im Mittelpunkt, und die Enttäuschung aufseiten der Befürworter einer größeren Inklusivität und Offenheit im Hochschulwesen ist verständlich. Ebenso verständlich ist aber auch die Freude unter asiatischen Amerikanern, die bei der Zulassung zu Einrichtungen wie der Harvard University diskriminiert wurden.
Symbolfoto: dpa/Arne Dedert
Auf jeden Fall haben wir jetzt die Gelegenheit, über radikalere Lösungen für das offensichtlich kaputte Zulassungssystem an den amerikanischen Spitzenuniversitäten nachzudenken. Die Probleme mit dem derzeitigen Ansatz sind zahlreich. Zunächst einmal besetzen die Kinder wohlhabender Spender und Ehemaliger viele der begehrten Plätze, und niemand will leugnen, dass die Motivation für solche Legacy Admissions darin besteht, mehr Geld zu beschaffen und die Stiftungsgelder der Spitzenuniversitäten aufzustocken.