Editorial
„Movida“ gegen rechts: Über den Umgang mit der Geschichte
Spanischer Geschichtsrevisionismus: Basilica de los Caídos im Valle de los Caidos Foto: Oscar del Pozo/AFP
Vor wenigen Tagen jährte sich zum 50. Mal der Todestag des Diktators Francisco Franco, der Spanien vom Ende des Bürgerkrieges (1936-1939) bis zu seinem Tod 1975 mit harter Hand regierte. Zwar kam es in der zweiten Hälfte der 70er mit der „Movida“ zu einem kulturellen Aufbruch der Jugend, der bis in die 80er Jahre dauerte. Auch fand die Demokratisierung scheinbar mühelos statt. Einen echten Bruch mit dem Franquismus gab es aber ebenso wenig wie eine juristische oder erinnerungspolitische Aufarbeitung des Regimes.