Editorial

Mit „Intervision“ feiert Putin einen Propaganda-Erfolg

Vor dem Kreml lief in den Tagen vor dem Gesangswettbewerb „Intervision“ ein Countdown bis zur Veranstaltung

Vor dem Kreml lief in den Tagen vor dem Gesangswettbewerb „Intervision“ ein Countdown bis zur Veranstaltung Foto: AFP

Der Kalte Krieg ist endgültig zurück. Jetzt auch auf dem Schlachtfeld der Kultur. Russlands Präsident Wladimir Putin hat höchstpersönlich per Dekret den Gesangswettbewerb „Intervision“ aus der Mottenkiste der Sowjetzeit zurück auf die Fernsehschirme des neuen imperialen Russland geholt. Einst als Konkurrenzveranstaltung der Sowjetunion und ihrer Satellitenstaaten zum westlichen „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ ins Leben gerufen, trafen am Samstagabend 23 Interpreten aus 23 Ländern in Moskau zur Neuauflage zusammen. Weil Russland seit Beginn der Vollinvasion der Ukraine 2022 nicht mehr am Eurovision Song Contest teilnehmen darf, macht man jetzt also sein eigenes Ding.

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