Leserforum
Menschenrechte in Luxemburg per Petition bekämpft?
Foto: AFP/Henry Nicholls
Die Petition Nummer 3198 „Exclure les thématiques LGBT de l’éducation des mineurs“ lässt wohl jeden Menschenrechtsverteidiger erschaudern! Da wird doch tatsächlich gefordert, dass die Thematik LGBTQIA+ künftig aus den Schulprogrammen der Minderjährigen verbannt werden soll! Was würde die Umsetzung dieser Forderung denn konkret bedeuten: Die öffentliche Schule würde einer ihrer wichtigsten Aufgaben beraubt werden, nämlich die, jungen Menschen frei zugänglich und völlig ideologiefrei Allgemeinwissen über die Gesellschaft und ihre Vielseitigkeit sowie Toleranz und Akzeptanz gegenüber dieser Vielseitigkeit zu vermitteln! Würden diese Themen aus dem Schulprogramm verbannt werden, würde jungen Menschen künftig nicht mehr vermittelt werden, dass das Leben in einer Familie mit gleichgeschlechtlichen Eltern genauso normal und lebenswert ist wie das Leben in einer sogenannten „traditionellen Familie“ oder einer Patchworkfamilie! Jungen Menschen, welche selbst zu der LGBTQIA+ Community gehören, würde in der Schule nicht das wichtige Gefühl vermittelt, völlig selbstverständlich absolut gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein, ganz im Gegenteil, sie würden zu Außenseitern stigmatisiert werden, dies mit katastrophalen Folgen!