Editorial
Mehrfachversagen – der Nahost-Konflikt und das Prinzip der Polarisierung
Der Iran ist und bleibt ein wichtiger Machtfaktor in Nahost. Präsident Massud Peseshkian vor wenigen Tagen bei einer Rede im Parlament. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Wie viele Debatten unserer Zeit zeichnet sich die Diskussion um den Nahost-Konflikt durch eine starke Polarisierung aus. Dies stellte kürzlich der Soziologe und Kulturwissenschaftler, Antisemitismus- und Protestforscher Peter Ullrich fest. Auch der zur humanitären Katastrophe eskalierte israelische Angriff auf Gaza als Antwort auf die Hamas-Terrorattacke vom 7. Oktober 2023 wird in einem Schwarz-Weiß-Schema betrachtet. Dabei erfordert die komplexe Gemengelage im Nahen Osten eine Differenzierung.