Kommentar
Mehr Sport, weniger Sprachen? Warum die Kritik des SEW an Meisch zu kurz greift
Die Angst des SEW, dass mehr Sport sich negativ auf die Sprachkenntnisse der Schüler auswirkt, ist unbegründet Archivbild: Editpress/Didier Sylvestre
Es scheint, als wäre Bildungsminister Claude Meisch über seinen eigenen Schatten gesprungen. Jahrelang betonte er, dass eine zusätzliche Sportstunde nicht infrage käme – nun wird sie in den Klassen 6e und 5e eingeführt. Eine Maßnahme, die von der Sportlehrervereinigung begrüßt wird und aufgrund des weit verbreiteten Bewegungsmangels und Übergewichts bei luxemburgischen Jugendlichen bitter nötig ist. Doch es gab auch sofort Kritik. Die zusätzliche Stunde ist Teil einer Initiative zur Verbesserung der sogenannten Screen-Life-Balance. Die Lehrergewerkschaft SEW reagierte mit einer Mitteilung unter dem Titel: „Screen-Life-Balance auf Kosten des Sprachunterrichts?“