Editorial
Lokaljournalismus ist besser als sein Ruf
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In Medienkreisen wird der Lokaljournalismus gerne belächelt. Für viele Kollegen ist es ein Anfängerjob, fernab der glamourösen Gesellschaft von Politikern, Unternehmern und anderen Machern dieser Welt. Weit entfernt vom Krautmarkt, von Brüssel oder gar Washington. Wer etwas auf sich hält in diesem Beruf, der will „echte“ Entscheidungsträger interviewen, komplexe Zusammenhänge entwirren und geistreiche Analysen verfassen. Lokaljournalismus gilt hingegen als öde, altbacken und langweilig. Ein Einsatz im Lokalressort kommt vielen Kollegen einer Strafversetzung gleich.