Editorial
Lokale Polizei: Ein nächster Baustein der „Law and order“-Politik von CSV und DP
V.l.n.r.: Die städtische Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP), Innen- und Polizeiminister Léon Gloden (CSV), Polizei-Generaldirektor Pascal Peters und der Escher Bürgermeister Christian Weis (CSV) Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Die Bilanz nach sechs Monaten CSV-DP-Regierung fiel recht bescheiden aus. Es fehle an konkreten Projekten, so der allgemeine Tenor. Lediglich in einem Bereich schien sich die neue Regierung als Macher präsentieren zu wollen, und zwar, wenn es um das Thema Sicherheit geht. Innen- und Polizeiminister Léon Gloden hatte gleich zu Beginn seines Mandats für Schlagzeilen gesorgt, indem er die Entscheidung seiner Vorgängerin Taina Bofferding rückgängig machte und das Polizeireglement der Stadt Luxemburg, mit dem umstrittenen Bettelverbot, durchgewunken hat. Mit dem Pilotprojekt der lokalen Polizei setzt der CSV-Politiker nun wieder ein Ausrufezeichen in der Sicherheitspolitik. Dabei war die Gemeindepolizei im vergangenen Jahr bei den Kommunal- wie auch bei den Nationalwahlen ein großes Thema. Damals hatte Gloden in seiner Funktion als Oppositionspolitiker noch vor der steigenden Kriminalität im Land gewarnt und sich als Verfechter einer strengen „Law and order“-Politik zu profilieren versucht.