Gastbeitrag

„Kulturismus“ – Rassismus in neuem Gewand

Mit Rassismus will heute niemand mehr etwas zu tun haben. Selbst Politiker*innen des rechten und rechtsnationalen Spektrums wollen nicht als Rassist*innen wahrgenommen werden. Dabei distanziert man sich nur vom Wort „Rassismus“, nicht aber von der Diskriminierung, die mit diesem Begriff einhergeht.

Rechtspopulistische Parteien wie die AFD in Deutschland wollen nicht als Rassisten dargestellt werden, verzichten aber nicht auf rassistische Aussagen oder Handlungen

Rechtspopulistische Parteien wie die AFD in Deutschland wollen nicht als Rassisten dargestellt werden, verzichten aber nicht auf rassistische Aussagen oder Handlungen Foto: AFP/Jens Schlueter

Auch wenn man über die letzten Jahre feststellen kann, dass einige rassistische oder diskriminierende Aussagen wieder salonfähig wurden, so wollen die Aussagetreffenden oft nicht als „rassistisch“ bezeichnet werden. Egal ob Rechtsnationale in Frankreich, den Niederlanden, in Österreich, in Deutschland oder in Luxemburg, es wird sich vehement gewehrt, wenn man als Rassist*innen dargestellt wird. Offenbar ist man sich bewusst, dass dieser Begriff eine negative Konnotation hat, will jedoch nur auf den Begriff verzichten, nicht aber auf die rassistischen Aussagen und Handlungen.

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