Leserforum

Journalisten in der Verantwortung

Journalisten in der Verantwortung

Die Anregung für diesen Brief ist die in letzter Zeit in der geschriebenen und gesprochenen Presse immer häufigere Vermischung zwischen Meinung und Sachverhalt. Es geht mir speziell darum, dass Befragte kommentarlos behaupten können „Ich glaube nicht an den menschengemachten Klimawandel“, ohne dass der Journalist eingreift und den Sachverhalt klärt.

Der menschengemachte Klimawandel ist nicht eine Frage des Glaubens, sondern wissenschaftlicher Fakt! Dieser wissenschaftliche Konsens besteht seit den 1990er Jahren und ist hinlänglich belegt und bewiesen. Er dient als Grundlage für internationale Klimaschutzverhandlungen der UN und kein nationales oder internationales Gremium stellt diesen Konsens infrage. Daran ändert sich auch nichts, wenn einzelne Wissenschaftler, aus welchen Gründen auch immer, den menschengemachten Klimawandel infrage stellen, ganz zur Freude einer Lobby, die mit ihren Treibhausgasemissionen für diesen Klimawandel verantwortlich ist.

Demnach ist es schlicht und einfach falsch, wenn befragte Gesprächspartner (sehr oft Politiker) ihren „Glauben“ preisgeben können, ohne dass auf die unumstößlichen Fakten hingewiesen wird. Warum lassen Journalisten dies speziell beim Klimawandel durchgehen und die Zuschauer, Hörer oder Leser mit dieser evidenten Falschaussage allein?

Hier erwarte ich mir von Journalisten mehr Verantwortung für die Wahrheit, mehr Eingreifen bei evidenten Falschaussagen ihrer GesprächspartnerInnen, mehr professionellen Sachverhalt. Die Folgen des globalen Klimawandels sind zu verheerend, als dass wir sie einer Glaubensgemeinschaft mit eigenen dubiosen Interessen überlassen können.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch Interessieren

Leserforum

Journalisten in der Verantwortung

Leserforum

A qui s’en prendre …?

LESERFORUM

Nein zu einer Welt der Willkür