Kommentar

Hollywood gibt sich zahm gegenüber Washington

Der israelische Journalist und Filmemacher Yuval Abraham, US-Produzentin Rachel Szor, der emiratische Filmemacher Hamdan Ballal und der palästinensische Journalist und Filmemacher Basel Adra bekamen die Academy Awards für „No Other Land“

Der israelische Journalist und Filmemacher Yuval Abraham, US-Produzentin Rachel Szor, der emiratische Filmemacher Hamdan Ballal und der palästinensische Journalist und Filmemacher Basel Adra bekamen die Academy Awards für „No Other Land“ Foto: AFP/Frederic J. Brown

Kino ist immer politisch, selbst wenn es sich nicht um ausdrücklich politische Filme handelt. So war es stets auch in Hollywood, von der Stummfilmzeit über das Kino der 30er von Frank Capra und John Ford, in den 40ern mit dem dreifach oscarprämierten „Casablanca“ (1942) bis hin zu Alfred Hitchcocks „Notorious“ (1946), in dem es um Nazis, Spione und Uranerz geht. Satirisch wurde es in Charlie Chaplins „The Great Dictator“ (1940), der Hitler und Mussolini als Witzfiguren zeigt, aber auch in Ernst Lubitschs „To Be or Not to Be“ (1942) nach dem Theaterstück „Noch ist Polen nicht verloren“ über eine polnische Schauspieltruppe, die die NS-Besatzer narrt. Politische Filme kommen bis heute zu Ehren oder werden nominiert, etwa „The Apprentice – The Trump Story“ über den jungen Donald Trump beziehungsweise die diesjährigen Gewinner „No Other Land“ von einem israelisch-palästinensischen Regiekollektiv und „Ainda estou aqui“ über Brasiliens Militärdiktatur.

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