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(H)ausgeträumt – oder endlich Verantwortung übernehmen
In den letzten Monaten hat sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt fundamental verändert: Zinsanstieg1), Einbruch der Bautätigkeit2), Preisexplosion bei den Mieten3) und erste Zeichen für ein Abflachen der Preisdynamik auf dem Immobilienmarkt4). Neben dieser Veränderung der ökonomischen Rahmenbedingungen, offenbarte auch der Konkurs der „Cenaro“-Gruppe Schwachstellen in der luxemburgischen Gesetzgebung.
Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Doch von einigen symbolischen Anpassungen abgesehen, wie z.B. der Erhöhung des „Bëllegen Akt“5) von 20.000 auf 30.000 Euro, wartet man wiederum vergebens auf angepasste, politische Antworten oder Ideen, die das Wohnen wieder finanzierbar machen sollen6) oder etwa die Käufer einer Wohnimmobilie besser vor den finanziellen Auswirkungen beim Konkurs des Bauherrn schützen sollen. Es ist aus der Verantwortung für die Allgemeinheit heraus höchste Zeit, in der Wohnungspolitik umzudenken.