Editorial
Fußball und Gewissensfragen: Stolze Katerstimmung
Foto: Editpress/Gerry Schmit
Wie heißt es doch so schön: Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. Das gilt nicht nur für Trainer auf Schleudersitzen, sondern auch für Profis auf dem Rasen, die schon mal binnen weniger Tage vom Thron der gefeierten Helden ins Loch der Prügelknaben stürzen. Ein Moment der Unachtsamkeit in einem Topspiel, eine unglückliche Aussage am Mikrofon oder selbst die Kleiderwahl des Luxemburger Nationaltrainers reichte zuletzt in den sozialen Medien, um sich digitale Schelten abzuholen. Was vor Jahren noch beim „Patt“ in der Kneipe ausdiskutiert wurde, wird heute beim virtuellen Stammtisch auf Facebook herausposaunt – und in neue (teils fragwürdige) Dimensionen aufgebauscht.