Editorial
Für Erfolg braucht es Einsicht: Über Zwist zwischen Verband und Spitzensportler
Nafissatou Thiam reiste mit viel Enttäuschung im Gepäck zurück nach Hause Foto: AFP/Ben Stansall
Am Samstag wird mit Charel Grethen einer der erfolgreichsten Luxemburger Leichtathleten der vergangenen Jahre von der großen Bühne abtreten. Seine Sportlerkarriere beendet er nur wenige Tage nach seinem Start über 1.500 Meter bei der Weltmeisterschaft. In Tokio stand auch die jamaikanische Kult-Sprinterin Shelly-Ann Fraser-Pryce mit ihren 38 Jahren ein letztes Mal am Startblock. Eine andere Medaillen-Abonnentin war derweil vorzeitig von der WM abgereist – und das nicht unbedingt aus Überzeugung. Die Aufgabe der Belgierin Nafissatou Thiam löste einen Leichtathletik-Skandal im eigenen Land aus.