Leserforum
Fremdenlegion
Die von unseren politisch Verantwortlichen beschlossene militärische Aufrüstung, wurde bereits auf unterschiedliche Weise kommentiert. Fakt ist, dass die horrenden Summen, die in die militärische Aufrüstung investiert werden, an anderer Stelle fehlen, wo dringender Handlungsbedarf besteht. So unter anderem bei der Armutsbekämpfung, dem sozialen Wohnungsbau und dem Klimaschutz. Diese falsche Prioritätensetzung im Interesse der Rüstungs- und Finanzindustrie wird scheinbar widerspruchslos akzeptiert. Wenn der Finanzierung dieser menschenfeindlichen Politik auf politischer Ebene kaum Paroli geboten wird, so scheint es, als hätten die Verantwortlichen Schwierigkeiten, um die notwendigen Soldaten als Kanonenfutter zu rekrutieren.
Aber auch in dieser Angelegenheit scheint unsere Kriegsministerin eine Lösung gefunden zu haben. Laut Medienberichten sollen Grenzgänger aus unseren Nachbarländern für unsere Armee rekrutiert werden. Vielleicht orientiert sich unsere Ministerin an der französischen Fremdenlegion, die seinerzeit geschaffen wurde, um Kolonien zu erobern und abzusichern. Abgesehen von den von den Politikern und Medien verbreiteten bekannten und üblichen Feindbildern stellt sich die Frage, wozu Armee und Aufrüstung dienen sollen. Obschon ich unsere Politiker für sehr einfallsreich halte, bleibt zu hoffen, dass unsere Armee, einschließlich der zu schaffenden Fremdenlegion, nicht dazu dienen wird, fremde Territorien zu erobern oder bei sozialen Auseinandersetzungen der Polizei Hilfestellung zu leisten.