Forum von Robert Goebbels
Falsche Freunde und richtige Feinde: Die Europäer benötigen selbstbewusste Partnerschaften
Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa
Die Europäer lieben „Freunde“. Fürchten „Feinde“. Unser Denken, unsere Sprache sind aufgebaut auf binäre Wertvorstellungen. Der „freie Westen“ und der „unfreie Osten“. Der „reiche Norden“ versus den „armen Süden“. Diese Selbstüberschätzung der Europäer und ihrer Klone von Amerika bis Australien ist historisch bedingt. Fünf Jahrhunderte lang dominierten europäische Nationen den Rest der Welt. Sie etablierten überall ihre Handelskontore, kolonisierten alle Kontinente, entnahmen Rohstoffe und ernteten Reichtum. Wie Pascal Boniface schreibt: „Europa eroberte die Welt, und die Welt wurde verwestlicht“. („La Géopolique“).