Standpunkt
Eine Erde für alle
1972 fand in Stockholm die erste Weltumweltkonferenz der Vereinten Nationen statt. Im Vorfeld des Gipfels schrieb eine Gruppe von Forschenden für den Club of Rome den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“, der überraschend zum Bestseller wurde.
Ohne eine kollektive Kraftanstrengung werden die Lebenserhaltungssysteme der Erde weiter geschädigt Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Die Autorinnen und Autoren warnten, ein ins Unendliche steigender Konsum werde die endlichen natürlichen Ressourcen der Erde irgendwann übersteigen und zu einem ökologischen Defizit und dem Zusammenbruch unserer Gesellschaft führen, wenn die Welt die Umweltkosten der menschlichen Aktivitäten nicht anerkennt. Ohne einen Kurswechsel drohten Probleme bei der Nahrungs- und Energieversorgung, zunehmende Umweltverschmutzung, eine Senkung des Lebensstandards und möglicherweise Mitte des 21. Jahrhunderts ein dramatischer Rückgang der Bevölkerungszahlen.