Kommentar

Ein Moderater Wahlsieger – Christdemokrat Paz wird Boliviens Präsident

Rodrigo Paz Pereira, hier im August in El Alto, wird neuer Präsident Boliviens. Er gewann am Sonntag die Stichwahl gegen Jorge „Tuto“ Quiroga mit etwa 55 Prozent der Stimmen

Rodrigo Paz Pereira, hier im August in El Alto, wird neuer Präsident Boliviens. Er gewann am Sonntag die Stichwahl gegen Jorge „Tuto“ Quiroga mit etwa 55 Prozent der Stimmen Foto: Juan Karita/AP/dpa

In Bolivien geht eine fast zwei Jahrzehnte lange Ära linker Regierungen zu Ende. Doch nicht etwa Rechtsaußen Jorge „Tuto“ Quiroga von dem Wahlbündnis Libertad y Democracia, der in den Umfragen vorne lag, hat die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen, sondern der moderate Christdemokrat Rodrigo Paz Pereira. Letzterer schlug versöhnliche Töne an. Der 58-jährige Sohn des früheren Präsidenten Jaime Paz Zamora (1989-1993) lud zudem seinen 65-jährigen Kontrahenten und andere Parteien ein, „ein gemeinsames Team“ zu bilden. Quiroga, bereits von August 2001 bis August 2002 Präsident, gratulierte ihm zum Sieg und widerlegte damit die Erwartungen einiger seiner Anhänger, die gehofft hatten, er würde das Wahlergebnis anfechten. Von Revanchegelüsten war bei ihm jedoch nichts zu spüren.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Forum von Erriketi Tla da Silva

Klimaneutral bis 2050: Große Versprechen, schwierige Entscheidungen

Kommentar

Die unbequeme Lehre aus Trumps Besuch in Peking