Editorial

Die Rückkehr russischer und belarussischer Sportler ist kein Menschenrecht

Das IOC möchte russischen und weißrussischen Sportlern den Weg zurück zu internationalen Wettkämpfen und Olympia in Paris ebnen

Das IOC möchte russischen und weißrussischen Sportlern den Weg zurück zu internationalen Wettkämpfen und Olympia in Paris ebnen Foto: AFP/Fabrice Coffrini

Die Frage spaltet die Sportwelt derzeit wie keine andere: Soll russischen und belarussischen Sportlern der Weg zurück zu internationalen Wettbewerben und somit auch zu den Olympischen Spielen in Paris geebnet werden oder nicht? Geht es nach IOC-Präsident Thomas Bach, ist die Antwort klar. Am Rande der Ski-WM in Courchevel zeigte sich Bach jedenfalls auf seiner persönlichen „Friedensmission“. Hier gab der IOC-Boss polarisierende Sätze von sich wie: „Die Geschichte wird zeigen, wer mehr für den Frieden tut – diejenigen, die kommunizieren, oder die, die isolieren oder spalten wollen“, und sprach von einem „fundamentalen Menschenrecht“. Pure Ironie, wenn man bedenkt, dass er noch vor einem Jahr in Peking lange nicht auf die Situation der Uiguren und die dort vorherrschenden Menschenrechtsverletzungen eingehen wollte. Und so scheint sich Bach nun vielmehr daran zu stoßen, dass die Ukraine im Fall der Teilnahme von Russland und Belarus einen Boykott in Erwägung zieht. 

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