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„Die Künstliche Intelligenz tickt anders“: Frank Hofmann über grundsätzliche Fragen zur KI

Spot, ein Roboter mit hundeartigen Bewegungen – und eben kein Mensch

Spot, ein Roboter mit hundeartigen Bewegungen – und eben kein Mensch Foto: dpa/Michael Reichel

Die Spatzen pfeifen es inzwischen von den Dächern. Die so rasant vorangekommene (sogenannte) Künstliche Intelligenz (KI) tickt anders als der Mensch. Für die Lösung mancher Probleme sind KI-Systeme äußerst effektiv; sie kalkulieren mit Höchstgeschwindigkeit und mit Datenmengen, die kein Mensch verarbeiten kann. Bei anderen Problemen haben Menschen die Nase vorn; sie lernen manches viel schneller und auch ohne Big Data, während KI-Systeme bei einigen einfachen Fragen des gesunden Menschenverstandes krachend versagen. Jüngstes Beispiel: ChatGPT-4o empfahl, einen Kaktus zu umarmen. Diese Unterschiede haben natürlich einen Grund: die völlig verschiedenen Architekturen, die einen ganz unterschiedlichen Umgang mit Informationen und unterschiedliche Arten des Lernens mit sich bringen. Sie führen dazu, dass die KI-Systeme im Grunde nur „Spiegel des Menschlichen“ sind, wie Shannon Vallor in ihrem Buch „The AI Mirror“ schön dargelegt hat – und Spiegel mit ganz beachtlichen Verzerrungen!

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