Editorial

Die Integritätsagentur braucht es besser heute als morgen

Wie die neue Agentur in Zukunft heißen soll, ist noch nicht bekannt

Wie die neue Agentur in Zukunft heißen soll, ist noch nicht bekannt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

„Es besteht Nachholbedarf.“ Die Worte des Direktors der nationalen Anti-Doping-Agentur (ALAD) aus dem Tageblatt-Interview Mitte August sprechen Bände. Loïc Hoscheit sprach damit die geplante Reform des Luxemburger Sportmodells an: Aus der ALAD soll, wie es im Koalitionsvertrag vorgesehen ist, eine Agentur für Integrität im Sport werden. Neben den klassischen Untersuchungen im Bereich der Dopingvergehen werden demnach in Zukunft auch Manipulation, Korruption sowie alle Arten der Gewalt im Sport, etwa körperlich, psychisch, sexuell oder psychologisch, sowie jegliche Form von Rassismus zu den Themen gehören, mit denen sich die Agentur befassen wird – und gegebenenfalls auch Konsequenzen aussprechen wird. Während dieser Übergang von der reinen Doping-Agentur zur Integritätsagentur in vielen Ländern bereits vorangeschritten ist, steckt Luxemburg bei „Safeguarding“ und Co. noch in den Kinderschuhen.

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