Editorial
Der spezielle Saisonauftakt im Damenbasketball ist ein wichtiger Schritt
Am Sonntag gehört das Rampenlicht ganz den Damen und ihrem ersten Spieltag der neuen Saison Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Es war eine Nachricht, die kurz vor den Sommerferien den luxemburgischen Basketball hart traf. Mit dem Gréngewald Hostert hat sich der amtierende Meister und Pokalsieger aus der Enovos League der Damen zurückgezogen und freiwillig den Weg in die Nationale 2 gewählt. Damit hat sich der Trend der letzten Jahre nahtlos fortgesetzt. Denn zuvor gingen der höchsten Liga mit Etzella Ettelbrück und der Résidence Walferdingen, die in diesem Jahr sogar überhaupt keine Damenmannschaft mehr stellt, zwei Traditionsvereine verloren. Und so werden in dieser Saison nur noch sieben Mannschaften um den Meistertitel kämpfen. Ein Minusrekord, der auch die Kapitäninnen dieser Teams mit einem komischen Gefühl zurücklässt, wie sie bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der Saison verrieten. Überrascht zeigten sie sich vor allem darüber, dass es um einen Klub geht, der in den letzten Jahren viel in sein Damenteam investierte, seinen Spielerinnen sogar ermöglichte, im EuroCup und damit auf der europäischen Vereinsbühne anzutreten. Auch bei Ettelbrück und Walferdingen handelt es sich um Vereine, die in den letzten zehn Jahren bei den Damen noch um die Titel mitspielten. Klar scheint, dass es bei einigen Rücktritten oder studienbedingten Abgängen am Ende einer Saison inzwischen fast jeden treffen kann.