Kommentar

„Das Fest der Schönheit“: Propaganda zählt bei Olympia mehr als historische Fakten

Jesse Owens bei den Nazi-Spielen 1936 in Berlin

Jesse Owens bei den Nazi-Spielen 1936 in Berlin Archivbild: AFP

Geschichte ist nicht jedermanns Sache. Das scheint auch auf das Internationale Olympische Komitee zuzutreffen. Wobei es sich bei der Ringe-Organisation nicht so sehr um Unwissenheit als vielmehr um bewusste Ignoranz handelt, und das mit System. Genau ein Jahr vor der Eröffnung der Spiele in Tokio nutzte das IOC für seinen „Throwback Thursday“ ein kurzes Filmchen über die Nazi-Spiele von 1936 in Berlin: „Berlin 1936 markierte den ersten olympischen Fackellauf, der das Feuer zum Kessel brachte. Wir können es kaum erwarten, den nächsten in Japan zu sehen. #Strongertogether.“ Dass der Fackellauf den Nazis als Propaganda diente und die Strecke des Laufs von Joseph Goebbels festgelegt wurde, erwähnte das IOC nicht. Von historischer Einordnung scheinen Thomas Bach und Co. ohnehin nicht viel zu halten.

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